Erlangen (epd). Die Entwicklung bei den Fahrradunfällen ist nach den Worten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) "nicht akzeptabel". Im vergangenen Jahr seien auf den Straßen des Freistaats 84 Menschen gestorben, sagte Herrmann laut einer Mitteilung seines Ministeriums am Samstag zum "Fahrrad-Aktionstag 2023" in Erlangen. Das sei die höchste Zahl seit 2009, als 97 Menschen starben. Das Ministerium unterstütze die Entschärfung möglicher Gefahrenstellen und die Ausgestaltung von Radwegen, betonte er.
Insgesamt hatten im vergangenen Jahr 19.646 Radler einen Unfall. Zum Vergleich: 2015 lag dieser Wert noch bei 15.405. Der Zuwachs betrug über 27 Prozent. Der Minister appellierte an die Verkehrsteilnehmer, mehr gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Er rechne damit, dass der Radverkehr vor allem in den Städten weiter ansteigen werde.