Grafing, München (epd). Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat am Dienstag im Freibad in Grafing den Startschuss für die Kampagne "Bayern schwimmt" der Wasserwacht gegeben. Bis zu den Sommerferien sollen im Zuge verschiedener Aktionen im ganzen Freistaat so viele Kinder wie möglich zu sicheren Schwimmerinnen und Schwimmern werden, teilte das Kultusministerium mit. "Schwimmen ist eine existenzielle Fähigkeit und kann Leben retten", sagte Piazolo.

Bei der Auftaktveranstaltung im Grafinger Stadtbad wurden auch die in Abstimmung mit dem Bundesverband zur Förderung der Schwimmausbildung (BFS) erarbeiteten neuen Baderegeln vorgestellt, so die Mitteilung weiter. Diese seien durch die Wasserwacht in Form eines Flyers zusammengefasst worden, der eine wertvolle Unterstützung für Schule, Verein und Elternhaus biete. Die zehn Regeln seien kompakter und eingängiger als bislang, auch die Grafiken wurden neugestaltet. Zu ihnen gehören Merksätze wie "Ich gehe nur baden, wenn ich gesund bin" oder "Ich gehe nur unter Aufsicht ins Wasser".

Im vergangenen Jahr nahmen laut Kultusministerium 17.743 Kinder an Schwimmkursen der Wasserwacht Bayern teil. "Diese Zahl ist so hoch wie in den letzten vier Jahren nicht", sagte Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern. "Das zeigt den Rückstau und den großen Bedarf, dem wir nur mit ausreichend Schwimmflächen begegnen können." Auch in Zukunft müssten genügend Bäder für die überlebenswichtige Schwimmausbildung zur Verfügung stehen. Schwimmbäder seien "viel mehr als eine Kostenbelastung für Kommunen", betonte Huber.