München (epd). Im vergangenen Jahr wurden in Bayern 20.290 Ehen geschieden, das waren 6,1 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Landesamt für Statistik in Fürth am Dienstag mitteilte. 2021 hatte es erstmals nach zehn Jahren wieder einen leichten Anstieg der Zahlen gegeben. Den bisher höchsten Stand der Scheidungen in Bayern verzeichnete man 2003 mit beinahe 30.000. Unter den Scheidungen waren 2022 auch 82 gleichgeschlechtliche Ehen von Frauen und 50 gleichgeschlechtliche Ehen von Männern, hieß es weiter.
Verhältnismäßig viele Ehen wurden zwischen dem vierten und dem siebten Ehejahr geschieden, am häufigsten nach fünf Jahren. Fast 17 Prozent der Paare (3.402) waren den Angaben zufolge bei ihrer Scheidung bereits 25 Jahre oder länger miteinander verheiratet.
Bei mehr als der Hälfte der geschiedenen Ehen war mindestens ein gemeinsames Kind unter 18 Jahren betroffen. Insgesamt gab es vergangenes Jahr 16.458 minderjährige Scheidungskinder in Bayern.