Straubing (epd). An diesem Mittwoch (23. April) erinnert das Straubinger Bündnis "Wir sind bunt" an die Opfer der Todesmärsche vor 80 Jahren und lädt um 17 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung ein. Straubing wolle die Erinnerung an die Todesmärsche wachhalten und zugleich eine Mahnung an jetzige und künftige Generationen sein, teilte ein Bündnissprecher am Dienstag mit.

In der Nacht zum 24. April 1945 lagerten mehrere tausend KZ-Häftlinge auf ihrem erzwungenen Deportationsmarsch aus dem Konzentrationslager Flossenbürg nach Dachau auf dem Platz am Hagen in Straubing. Vor 30 Jahren wurde an der Stelle ein Mahnmal errichtet, das die Gräueltaten der Nationalsozialisten darstellt, die an den KZ-Überlebenden in den letzten Kriegstagen verübt wurden.

Bei der Gedenkveranstaltung werden laut Mitteilung drei Jugendliche Berichte von Zeitzeugen vortragen, die den Todesmarsch überlebten. Religionsvertreter sprechen ein gemeinsames Friedengebet. Ein Kammerchor-Ensemble singt das Lied der "Moorsoldaten", das von Häftlingen des KZ Börgermoor geschrieben wurde und weltweit zum Symbol des Widerstands gegen jede Form von Faschismus wurde.