München, Wiesbaden (epd). Die regionalen Unterschiede bei Einkommen privater Haushalte in Bayern haben sich seit Ende der 1990er-Jahre deutlich verringert. Das geht aus einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hervor, wie das BiB am Mittwoch mitteilte. "Befürchtungen, dass die bayerischen Regionen immer mehr auseinanderdriften, sind anhand unserer Ergebnisse für die Einkommenssituation von Privathaushalten nicht zu belegen", sagte Sebastian Klüsener, Forschungsdirektor am BiB. Vielmehr hätten sich die Unterschiede zwischen den starken Wirtschaftsräumen und den schwächeren Regionen im Norden und Osten während der letzten drei Jahrzehnte verkleinert.
Man habe für die Untersuchung Daten aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für die bayerischen Städte und Landkreise ausgewertet. Daraus ginge hervor, dass der Einkommensunterschied zwischen wohlhabenden und wirtschaftlich schwächeren Regionen durch staatliche Abgaben und Transferleistungen verringert würde. Wenn außerdem Kaufkraftunterschiede berücksichtigt würden, seien die regionalen Unterschiede noch geringer, hieß es.
Bei den Einkünften aus Erwerbsarbeit und Vermögen zusammengerechnet, sticht der Regierungsbezirk Oberbayern und besonders der Großraum München mit den höchsten Pro Kopf-Werten hervor, heißt es in der Mitteilung. Wenn aber zusätzlich gesehen werde, welche Kaufkraft die Einkommen hätten, würden die Einkommensvorteile ökonomisch starker Regionen weiter schrumpfen. Etwa sind die Mieten in München so hoch, dass sie die verfügbaren Einkommen sehr reduzieren.