München (epd). Semesterticket oder Deutschlandticket? Die Bayerische Landesstudierendenvertretung (LAK) hat zum Start des 49-Euro-Tickets am 1. Mai eine einheitliche Lösung für alle bayerischen Verkehrsverbünde gefordert. Derzeit könnten Studierende die Kosten ihres Semestertickets in vielen Regionen des Freistaats nicht auf das Deutschlandticket anrechnen, teilte der LAK am Freitag mit. Sie müssten dann sowohl die Kosten für das neue Ticket bezahlen, "als auch die Kosten ihres Semestertickets tragen, die im Semesterbeitrag enthalten seien", hieß es.
Das 49-Euro-Ticket gilt vom 1. Mai an im öffentlichen Personennahverkehr in ganz Deutschland, also in Regionalzügen, in S- und U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen. Studierende in Bayern erhalten das Ticket zum Startpreis von 29 Euro.
Die Anrechnung von Semester- und Deutschlandticket sei bislang nur im Regensburger Verkehrsverbund (RVV), in Teilen des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) und im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) gelöst. Diese Verkehrsverbünde umfassten insgesamt 54 Prozent aller bayerischen Studierenden. Um die finanziellen Belastungen auch für die restlichen Studierenden zu senken, fordere der LAK "eine schnelle, praktikable und unbürokratische Lösung in den Verkehrsverbünden und -betrieben in ganz Bayern", erklärte Torsten Utz, Sprecher der Bayerischen Landesstudierendenvertretung.