Freising (epd). Zwei neue Hopfensorten mit den Namen "Tango" und "Titan" hat das Hopfenforschungszentrum Hüll in der Hallertau zum Anbau freigegeben. Somit könne man jetzt Pflanzen anbauen, die mit Blick auf den Klimawandel "auch unter Stressbedingungen sichere und hohe Erträge erzielen", teilte die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) am Freitag mit. Bei der Hopfenproduktion spiele Deutschland mit einem Weltmarktanteil von etwa 40 Prozent eine entscheidende Rolle, erklärte die Behörde anlässlich des Tags des Bieres am Sonntag (23. April). Trotz der kleinen Anbaufläche von 206 Quadratkilometern sei es weltweit das Hopfenanbauland Nummer zwei hinter den USA und exportiere in über 130 Länder.
Während "Tango" im Aromabereich "ein wahres Multitalent" sei, biete "Titan" den Brauern und Hopfenbauern eine nachhaltige Alternative zur aktuell bedeutendsten Sorte "Herkules", hieß es weiter. Bei Hopfen handele es sich "um eine Dauerkultur, die bis zu 50 Jahre alt werden kann und am liebsten dort wächst, wo es dem Wein gerade etwas zu kalt wird". Optimale Bedingungen fände der Hopfen nur zwischen dem 35. und 55. Breitengrad. Zudem gelte das Hanfgewächs in diesem Klimabereich als Pflanze, die am schnellsten wächst: bis zu 35 Zentimeter pro Tag. (00/1325/21.04.023)