Nürnberg (epd). Ein Forschungsprojekt der Fakultät Sozialwissenschaften an der Technischen Hochschule Nürnberg untersucht, wie Modellprojekte gegen Wohnungslosigkeit die Hilfenetze vor Ort beeinflussen. Im Rahmen des deutschlandweiten Aktionsplans "Hilfen bei Obdachlosigkeit" entstehen auch in Nordbayern solche Modellprojekte, teilte die Hochschule am Donnerstag mit. Wie die Akteure vor Ort zusammenarbeiten, unterscheide sich in jeder Region und Stadt, sagte der Soziologieprofessor Frank Sowa, der gemeinsam mit Nora Sellner das Forschungsprojekt leitet.
Die Studie untersuche, wie die "Netze der Akteure" in der jeweiligen Region aufgebaut sind: Wie läuft die Zusammenarbeit? Gibt es Konkurrenz? Wie hat sich das Hilfesystem durch neue Modellprojekte verändert? Um diese und weitere Fragen beantworten zu können, werden in vier Regionen Nordbayerns leitfadengestützte Experten-Interviews mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern sowie Fachkräften geführt.
Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales geförderte und ist auf ein Jahr angelegt. Am Ende sollen daraus Handlungsempfehlungen für die Wohnungsnotfallhilfe und die Politik entwickelt werden.