Regensburg (epd). Das Theater Regensburg soll zur Spielzeit 2025/26 endgültig zum Staatstheater werden. Das Ganze soll schrittweise vor sich gehen, teilte das bayerische Finanzministerium am Donnerstag mit. In einem gemeinsamen Eckpunktepapier hätten der Freistaat Bayern und die Stadt Regensburg als Ziel "den weiteren Ausbau der künstlerischen Qualität des Theaters und damit die Stärkung von dessen überregionaler Bedeutung" formuliert. Bereits im April hatte der Freistaat bekanntgegeben, dass das kommunale Mehrspartenhaus - mit eigenen Ensembles für Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Junges Theater sowie mit eigenem Philharmonischen Orchester und Opernchor - ein Staatstheater werden soll.
Vorgesehen sei nun eine sukzessive Anhebung der staatlichen Förderquote in den kommenden Jahren. In diesem Jahr soll sie zunächst auf 35 Prozent des Theaterbetriebsfehlbetrags angehoben werden, hieß es. Danach sei eine weitere stufenweise Anhebung "bis hin zur paritätischen Finanzierung durch Freistaat und Stadt Regensburg" vorgesehen. Das Theater Regensburg soll dann mit Eintritt der paritätischen Finanzierung, welche für die Spielzeit 2025/2026 angestrebt wird, in Staatstheater Regensburg umbenannt werden.
Künftig wird es dann sieben Staatstheater in Bayern geben. Bayerische Staatstheater sind derzeit die traditionellen Münchner Häuser - Bayerische Staatsoper, Bayerisches Staatsschauspiel (Residenztheater) und das Staatstheater am Gärtnerplatz - sowie die Staatstheater Nürnberg und Augsburg. Der Prozess zur Entwicklung des Mainfrankentheaters Würzburg zu einem Staatstheater wurde 2019 in Gang gesetzt.