München, Hamburg, Hannover, Berlin (epd). Zum ersten Mal verbreiten vier evangelische Landeskirchen ein gemeinsames Sonderheft zu Weihnachten. Das 16-seitige Magazin "Weihnachten feiern" liegt diesen Freitag (20. Dezember) in einer Auflage von 2,92 Millionen Exemplaren zahlreichen Tageszeitungen in gedruckter und digitaler Fassung bei, wie der Evangelische Presseverband für Bayern (EPV) am Montag mitteilte. Beim EPV lag dabei die Gesamtverantwortung für Redaktion, Gestaltung und Projektmanagement.
Der EPV-Direktor und Vorsitzende des Evangelischen Medienverbands Deutschland, Roland Gertz, bezeichnete es als ein "wunderbares Weihnachtsgeschenk, dass wir erstmals bundesweit ein Millionenpublikum mit einem gemeinsamen Produkt erreichen". Das vorliegende Magazin zeige, dass bei zentralen christlichen Themen wie Weihnachten mehrere Landeskirchen "sehr wohl sehr gut" zusammenarbeiten können. Er habe die Hoffnung, "dass in den kommenden Jahren weitere Landeskirchen bei dem Projekt mitmachen".
Das gedruckte Sonderheft "Weihnachten feiern" kommt im kompakten DIN-A-5-Format über viele Zeitungen in die Haushalte. Es enthält Lieder, Texte, Bilder und spirituelle Impulse, aber auch ein Weihnachtsrätsel und eine Weihnachts-Playlist. Um neben dem gemeinsamen Inhalt auch die jeweilige regionale Verankerung sichtbar zu machen, sind die vier Umschlagseiten für jede der vier beteiligten Landeskirchen individuell gestaltet, etwa mit einem Weihnachtsgruß der Landesbischöfin beziehungsweise des Landesbischofs.
In der Vergangenheit waren in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern durch die Medienhäuser je eigene Weihnachtsausgaben produziert worden. 2024 habe man sich mit Begleitung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und finanzieller Unterstützung der Landeskirchen auf ein gemeinsames Produkt verständigt.
Im Norden wird das Sonderheft beispielsweise über das "Hamburger Abendblatt" sowie die Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags, in Berlin und Brandenburg etwa über den "Tagesspiegel", die "Märkische Oderzeitung" oder die "Berliner Morgenpost", in Niedersachsen über die "Hannoversche Allgemeine", die "Neue Osnabrücker Zeitung" und den "Weserkurier" verbreitet, in Bayern unter anderem über die "Süddeutsche Zeitung", die "Nürnberger Nachrichten" und die "Nürnberger Zeitung" sowie die "Main-Post".