Fürth (epd). Die Genehmigungen für Wohnungen sind in den vergangenen sechs Monaten in den bayerischen Landkreisen stark zurückgegangen. Das Statistische Landesamt teilte am Mittwoch mit, dass es dort bis Ende Juni 2023 36,5 Prozent weniger Baugenehmigungen gegeben habe als im ersten Halbjahr 2022. In den kreisfreien Städten nahmen sie nur um 4,2 Prozent ab. Bei insgesamt 30.014 Baugenehmigungen sind das 11.207 geplante Wohnungen weniger im Freistaat als im Vorjahr.

Der Preisanstieg im Bausektor und höherer Zinsen Kredite würden sich hier auswirken, so das Landesamt. Besonders stark zurückgegangen sind Genehmigungen von Häusern mit zwei Wohnungen. Hier registrierte man ein Minus von fast 60 Prozent.

Unterschiedlich groß ist der Rückgang in den bayerischen Regierungsbezirken, teilt das Statistikamt mit. In Schwaben mit 11 Prozent und in Oberbayern mit knapp 16 Prozent sei er weniger deutlich als etwa in Niederbayern oder Unterfranken, wo die Bauanfragen um jeweils mehr als 40 Prozent abnahmen.