Regensburg (epd). Am kommenden Dienstag (16. Mai) werden in Regensburg weitere acht Stolpersteine zum Gedenken und zur Erinnerung an die Opfer der Nationalsozialisten verlegt. Mehr als 250 Stolpersteine hat die Initiative des Evangelischen Bildungswerks in Regensburg bereits eingesetzt, seit sie vor 16 Jahren damit begann, teilten die beiden Sprecher mit. Regensburg ist die Stadt mit den zweitmeisten Stolpersteinen in Bayern. Die meisten Steine hat Würzburg mit mehr als 680.

In Regensburg werde dieses Mal an Anna Walter, Hans Husserl, Heinrich Fellner, Franz Enderlein, Arnold Frank, Johann Plodeck und Alfons Bayerer erinnert. Sie sind Opfer der NS-Krankenmorde, jüdische NS-Opfer oder Menschen im Widerstand. Die Stolperstein-Verlegung beginnt um 8.30 Uhr in der Wöhrdstraße 27 und wird sich anschließend kontinuierlich stadteinwärts bewegen, hieß es.

Das Stolpersteine-Projekt des Künstlers Gunter Demnig startete im Jahr 1992 und ist mit mehr als 90.000 Steinen in 1.500 europäischen Städten das größte dezentrale Mahnmal weltweit. Die kleinen quadratischen Messingplatten in Kopfsteinpflastergröße mit Informationen zu den Personen werden immer vor den letzten selbstgewählten Wohnorten der NS-Opfer in den Boden eingelassen.