Nürnberg (epd). Eine neue Mobilitätsschau ist im Deutschen Museum Nürnberg (DMN) ab Freitag (28. April) zu sehen. Im Ausstellungsteil "System Stadt" werde es unter anderem eine Station zum autonomen Fahren und eine Mitmachstation zur Wasserstoff-Energiekette geben, teilte das Museum am Donnerstag mit. "Wir haben dabei versucht, leichtere Einstiege in unsere Technik-Ethik-Diskussion zu finden, als bisher", erklärte Jana Grasser, wissenschaftliche Mitarbeiterin, die die Neuausrichtung konzipiert hat.
Im Eingangsbereich zur Mobilität gebe es nun einen "Parkplatz" als große Freifläche auf dem Boden. Man wolle dafür sensibilisieren, wie viel Platz in den Innenstädten für Autos reserviert sei, die im Schnitt 23 Stunden am Tag stehen würden. Damit gehe die Frage einher, ob diese Entwicklung noch zu rechtfertigen sei, so Grasser. Das Zukunftsmuseum präsentiert Alternativen zum Autoverkehr, die in Sharing-Konzepten funktionieren könnten.
Auch die Digitalisierung der Mobilität thematisiert das DMN. Es gebe eine Infostation zu Vorteilen und Risiken des autonomen Fahrens. An einem Fahrsimulator lasse sich der Unterschied zwischen einer schlecht und einer gut trainierten Künstlichen Intelligenz (KI) beobachten. Eine weitere Mitmachstation bietet nach Angaben des Museums die Möglichkeit, Wasserstoffs als Energieträger kennenzulernen.
In das Deutsche Museum Nürnberg im Augustinerhof-Areal sind seit der Eröffnung im September 2021 den Angaben nach 200.000 Besucherinnen und Besucher gekommen.