10.12.2013
Synode

Evangelische Jugend schickt drei Studierende in die Landessynode

Die Evangelische Jugend in Bayern (ejb) hat ihre Delegierten für die neue bayerische Landessynode bestimmt.
Frühjahrstagung 2019 der bayerischen evangelischen Landessynode in Lindau

Wie die ejb mitteilte, werden drei Studierende die Jugend im neuen Kirchenparlament vertreten: Die 22-jährige Julia Simon aus dem Dekanat Neustadt/Aisch studiert Kulturwissenschaften, Florian Zeitner (19) aus dem Dekanat Selb/Wunsiedel ist Student der Rechtswissenschaften in Erlangen. Jura studiert auch der 20-jährige Jonas Straßer aus dem Dekanat Augsburg.

Die bayerischen Kirchenvorsteher hatten am Sonntag 45 Männer und 35 Frauen direkt in das Kirchenparlament der rund 2,5 Millionen Protestanten gewählt. Unter ihnen sind weitere zwei Vertreter der Jugend: die ejb-Vorsitzende Lisa Huster (Neu-Ulm) und Janosch Maier (Fürstenfeldbruck), der Mitglied des Landesjugendkonvents ist.

Zu den gewählten Vertretern kommen neben den drei Jugenddelegierten, die nur eine beratende Stimme haben, noch drei Synodale, die von den theologischen Fakultäten in Bayern bestimmt werden. 13 Mitglieder des Kirchenparlaments werden von Landeskirchenrat und Landessynodalausschuss berufen. Sie kommen aus kirchlichen Einrichtungen und Diensten sowie dem gesellschaftlichen und politischen Leben. Die Wahl der neun Vertreter aus dem Kirchenkreis Regensburg musste auf den 26. Januar 2014 verschoben werden, da die Kandidaten dort nicht fristgerecht nominiert wurden.

Die Landessynode, die sich überwiegend aus Laien zusammensetzt, hat als kirchenleitendes Organ weitreichende Befugnisse und bestimmt den Kurs der bayerischen Landeskirche. Die neue Synode, die auf sechs Jahre gewählt ist, wird zum ersten Mal bei ihrer Frühjahrstagung von 30. März bis 3. April 2014 in Bayreuth zusammenkommen.

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Für evangelische Christen war Würzburg nicht immer ein gutes Pflaster. Erst das sogenannte Toleranzedikt im Jahr 1803 schuf die Grundlage für eine Gleichberechtigung der Konfessionen in der früheren Residenzstadt der katholischen Fürstbischöfe. Sie konnten nun Bürgerrechte erwerben und waren den Katholiken gleichberechtigt. Die Protestanten blieben in Würzburg stets in der Minderheit - und trotzdem spielt das evangelische Würzburg für die Gründung der heutigen bayerischen Landeskirche eine wichtige Rolle. Entscheidende Impulse für die moderne Kirchenstruktur kamen von dort, die Stadt gilt daher als "Keimzelle" der Landeskirche.