Missionierung in der Kirche
Der Münchner Erzbischof ist der Meinung, dass Kirche sich stärker mit den Fragen und Sorgen von Menschen beschäftigen muss. Die Traditionen der Kirche müssten nicht mehr zwanghaft am Leben gehalten werden.
Symbolbild einer christlichen Taufe eines jungen Kindes

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat dazu aufgerufen, die Arbeit der Kirche stärker an den Menschen und ihren Fragen und Sorgen auszurichten. Es ginge nicht darum, dass die Kirche ihre Traditionen am Leben halte, sondern dass sie den Menschen mit seinen Nöten im Blick hat, sagte Marx laut einer Mitteilung seines Erzbistums am Sonntag in München bei einem Gottesdienst zum Weltmissionssonntag. Kirche habe den Auftrag, Raum zu schaffen für eine Begegnung mit Christus. Das sei Mission, das sei Evangelisierung.

Was bedeutet Evangelisierung?

Mission bedeute sicher nicht, dass wir eine Wahrheit haben, der andere gehorsam zu folgen haben. Dies sei nicht der Weg, den Jesus geht. Vielmehr solle sie sie eine Einladung an die Menschheit sein, Jesus Christus zu begegnen.

Dabei stünden Mission und der Dialog der Religionen nicht gegeneinander, betonte Kardinal Marx. "Dialog, das heißt: Wir respektieren die Suche jedes Menschen, in seiner Religion, in seiner Kultur. Wir sind Freunde. Aber wir als Christen möchten dazu einladen, dass man Jesus begegnet."

Weltmissionssonntag im Oktober

Der Festgottesdienst im Münchner Liebfrauendom bildete den bundesweiten Abschluss für den Monat der Weltmission im Oktober. Er wurde vom internationalen katholischen Missionswerk missio und der Erzdiözese München und Freising gemeinsam gestaltet.

Der Weltmissionssonntag im Oktober ist die nach eigenen Angaben größte Solidaritätsaktion der Katholikinnen und Katholiken weltweit. In diesem Jahr stand das westafrikanische Land Senegal im Mittelpunkt, das als Vorbild für das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen gilt.

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