Lenbachhaus München

Ausstellung

Josef Scharl, Masken, 1931, Galerie Michael Haas © Susanne Fiegel
Autor
Er gehört zur sogenannten »verschollenen Generation« von Künstlern, deren Arbeit die Nationalsozialisten als »entartet« diffamierten, die aber nach dem Krieg in Vergessenheit gerieten. In Bremen wird dem gebürtigen Münchner Josef Scharl eine Ausstellung gewidmet. Sie zeigt: ein hochpolitisches Werk. 2019 ist sie in der bayerischen Heimat des Künstlers zu sehen - im Buchheim-Museum am Starnberger See.

Geschichte & Medien

Sandow Birk: Standing Down (Ferguson) [Rückzug (Ferguson)], 2016, Acryl auf Leinwand.
Propaganda? Da denkt man an den Nationalsozialismus oder das stalinistische Russland, an Nordkorea oder den "Islamischen Staat". Leicht zu durchschauen und Kennzeichen totalitärer Systeme. "Die beste Propaganda erscheint im Gewand des Entertainments", sagt dagegen der Kommunikationstheoretiker Nicholas O’Shaughnessy. Die Ausstellung "After the fact – Propaganda im 21. Jahrhundert" im Kunstbau des Münchner Lenbachhauses widmet sich der Wahrheitsfrage in postfaktischen Zeiten.