Der Bayerische Museumspreis für haupt- oder nebenamtlich wissenschaftlich geführte Museen geht an das Deutsche Medizinhistorische Museum Ingolstadt. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde Museumsleiterin Marion Ruisinger am Donnerstag in Friedberg während des Bayerischen Museumstages verliehen, teilten die Bayerische Sparkassenstiftung und die Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern gemeinsam mit.

Mit der Eröffnung seiner neuen Dauerausstellung habe das Museum im Herbst 2020 seine grundlegende Modernisierung eindrucksvoll abgeschlossen, heißt es in der Begründung der Jury. In der "Altan Anatomie", dem einstigen medizinischen Fakultätsgebäude, gelinge es "hervorragend, die Brücke zwischen historischen Formen der Heilkunst und heutigen Behandlungsweisen zu schlagen". Sorgfältig ausgewählte Exponate vermittelten "schwierige Inhalte in angenehmer Form".

Der mit 10.000 Euro dotierte Bayerische Museumspreis für ehrenamtlich geführte Museen geht nach Mittelfranken: Das Spix-Museum in Höchstadt an der Aisch ist im Geburtshaus von Johann Baptist Ritter von Spix untergebracht. Spix sei ein zu Unrecht in Vergessenheit geratener Naturforscher, der auch als "bayerischer Humboldt" bezeichnet werde. Der Museumsverein dort habe sich zur Aufgabe gemacht, auf kleiner Fläche dennoch spannend an den Zoologen zu erinnern, hieß es.

Der Haupt-Förderpreis "Vermittlung im Museum" (10.000 Euro) geht dieses Jahr an die Fränkischen Freilandmuseen Bad Windsheim und Fladungen für ihr Kooperationsprojekt zur Translozierung. Die beiden Museen wollen "nachvollziehbar machen", wie der Abbau eines historischen Gebäudes vor Ort und der Wiederaufbau auf dem Museumsgelände funktioniert. Zwei weitere Preise (je 5.000 Euro) erhalten das Jüdische Museum Augsburg und das Museum Oberschönenfeld bei Augsburg.

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