Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie Bayern erhalten ab 2023 bis zu 8,6 Prozent mehr Gehalt. Ihre Beschlüsse hat die Arbeitsrechtliche Kommission (ARK) am Freitag mitgeteilt. Für Beschäftigte im Schichtdienst seien auch Verbesserungen vereinbart worden, hieß es. Eine kurzfristige Übernahme von Diensten wegen dem Ausfall einer Kollegin oder eines Kollegen werde zukünftig mit einem Zuschlag für das "Holen aus dem Frei" mit 60 Euro vergütet.

Die beschlossenen Gehaltssteigerungen bedeuten konkret zum Beispiel für Alten- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sowie Erzieherinnen und Erzieher in Stufe 1 der Entgeltgruppe E8 eine Steigerung des monatlichen Gehalts von derzeit 3.132 Euro monatlich auf 3.293 Euro ab dem 1. Januar 2023, so die ARK. Mitarbeitende mit Leitungsverantwortung in der Pflege, aber auch Sozialpädagogen mit bestimmten Zusatzqualifikationen, erhalten 4.496 Euro statt bislang 4.294 Euro. Studierende, Auszubildende sowie Anerkennungspraktikantinnen und -praktikanten bekommen eine Erhöhung von 50 Euro monatlich.

Für Mitarbeitende im Schicht- sowie Bereitschaftsdienst wird die Schichtzulage für Mitarbeitende ebenso erhöht wie die Anrechnungspauschale für Rufbereitschaften. Für Bereitschaftsdienste soll es eine Jahresobergrenze geben. Die in der ARK vereinbarten Entgelterhöhungen haben eine Laufzeit bis zum 30.06.2024.

Die ARK Bayern ist das oberste Tarifgremium für die Evangelisch-Lutherische Kirche und ihre Diakonie in Bayern. Ihre Entscheidungen betreffen nach eigenen Angaben derzeit rund 117.000 Mitarbeitende.