Nürnberg (epd). Das hohe Wahlergebnis für die AfD in Sachsen-Anhalt ist für die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg ein "Dammbruch". "Der 6. September 2026 markiert das erfolgreichste Abschneiden einer als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei bei einer Landtagswahl seit dem Ende des Faschismus 1945", sagte der Vorsitzende der Allianz, Stephan Doll, am Montag in Nürnberg. "Dies ist kein normales Wahlergebnis. Es ist ein ernsthaftes Warnsignal für die gesamte Bundesrepublik", sagte Doll weiter.

Die Allianz gegen Rechtsextremismus appellierte an die demokratischen Fraktionen im Landtag von Sachsen-Anhalt, die Brandmauer einzuhalten. Diese sei "eine demokratische Notwendigkeit". Es gehe darum, "dass die Feinde unserer Demokratie keinen Zugriff auf die Hebel der Macht bekommen. Weder in einer Koalition noch durch Duldung oder informelle Mehrheiten". Wer vor der Wahl eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen habe, müsse dies auch nach der Wahl tun. Alle Demokratinnen und Demokraten, von der CDU bis zu den Linken müssten zusammenarbeiten, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu schützen.