München (epd). Bayern nimmt bei der schulpsychologischen Versorgung deutschlandweit einen Spitzenplatz ein. Das hat laut Mitteilung des Kultusministeriums die aktuelle Abfrage des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen für das Jahr 2022 ergeben. Die Umfrageergebnisse beziehen sich nicht nur auf die schulpsychologische Versorgung der Schülerinnen und Schüler, sondern auch auf die der Lehrkräfte.
"Wegen Corona und der ukrainischen Flüchtlingskinder waren die vergangenen Monate für viele Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen enorm belastend. Gut zu wissen, wenn hier in Ausnahmesituationen zahlreiche professionell geschulte Experten vor Ort schnell helfen können", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) laut Mitteilung. Das Programm "Schule öffnet sich" sei ausschlaggebend für die starke Stellung Bayerns. Die Staatsregierung habe seit dem Schuljahr 2018/19 die schulpsychologische Versorgung um 300 Stellen ausgebaut.
Die gut 1.000 bayerischen Staatlichen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen in allen Schularten unterstützen den Angaben zufolge nicht nur in Form pädagogisch-psychologischer Beratung bei persönlichen Belastungen, akuten Krisen sowie spezifischen Lern- und Leistungsproblemen, sondern auch bei der Schullaufbahnberatung. Sie stärkten Schulleitungen und Lehrkräfte durch eine praxisbegleitende psychologische Beratung. Weitere wichtige Tätigkeitsfelder seien die Lehrergesundheit, Krisenintervention sowie Mobbing- und Extremismusprävention.