München (epd). Die Telefonnummer 115 für Auskünfte zu Verwaltungsfragen aller Art soll bald auch in ganz Bayern erreichbar sein. Zum Ende des zweiten Quartals 2026 stehe den Bürgerinnen und Bürgern die bayernweite telefonische Anlaufstelle zur Verfügung, teilte Staatsminister Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Ministerrates in München mit. Unter der Telefonnummer 115 erhalten Bürgerinnen und Bürger Informationen etwa zu Reisepass, Geburtsurkunde, Wohngeld oder Pflegeleistungen, unabhängig davon, ob es sich um Angelegenheiten der Kommunen, der Länder oder des Bundes handelt. Damit soll die Suche nach Zuständigkeiten und einzelnen Telefonnummern entfallen.

Die Nummer ist von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 18 Uhr erreichbar. Der Service ist kostenlos, es fallen lediglich die Kosten des Telefonanbieters an. Auch Gehörlose können die Behördennummer 115 bundesweit über das Gebärdentelefon erreichen. Die bestehende Servicenummer der bayerischen Staatsregierung "Bayern|Direkt" (089/122220) und kommunale Services bleiben weiterhin als eigenständige Angebote erreichbar.

Nummer ging bereits 2009 an den Start

Die einheitliche Behördenrufnummer 115 wurde bereits 2009 zunächst in einigen größeren deutschen Städten in Betrieb genommen. Derzeit ist die Nummer nach Angaben der Internetseite www.115.de in allen Bundesländern erreichbar, nur nicht in allen Regionen Bayerns.