München (epd). Nach Angaben der AOK Bayern nimmt die Häufigkeit von Herzinfarkten im Freistaat ab. Dies habe ein Vergleich der Jahre 2017 und 2024 ergeben, wie der Versicherer am Mittwoch in München mitteilte. 2024 seien rund 26.700 Herzinfarktfälle in Bayern registriert worden, sieben Jahre zuvor etwa 30.400 Fälle. Im gleichen Zeitraum habe es einen Anstieg von Typ-2-Diabetes (2017: 9,7 Prozent der Menschen in Bayern über 20 Jahren; 2024: 10,3 Prozent) und Bluthochdruck (2017: 26,6 Prozent; 2024: 27,9 Prozent) gegeben - beides Risikofaktoren für koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt.

Die höchste Herzinfarkt-Rate verzeichne Thüringen (370 Fällen je 100.000 Personen ab 30 Jahren), die niedrigste Hamburg (270 Fälle je 100.000). Bayern belege zusammen mit Berlin und Sachsen den Platz mit der zweitniedrigsten Rate im Bundesvergleich (290 Fälle je 100.000). Die Stadt mit der bundesweit niedrigsten Rate sei Rosenheim in Oberbayern (180 Fälle je 100.000). Männer in Bayern erlitten zudem deutlich öfter Herzinfarkte (410 je 100.000) als Frauen (180 Fälle je 100.000).