Eichstätt (epd). Das Bistum Eichstätt hat aus den Risikofinanzgeschäften mit US-Immobilien bis zum 30. September Zahlungen in einer Höhe von rund 13 Millionen Dollar erhalten. Diese stammten aus gesperrten Konten, aber auch aus US-Immobilien, teilte das Bistum am Mittwoch mit. Die Summe gehe auf einen Vergleich zurück, in dem ein Gericht in Dallas dem Bistum 18 Millionen Dollar zugesprochen hatte. Auf die noch fehlenden fünf Millionen werde man nicht verzichten, sagte ein Bistumssprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Zwischen 2014 und 2016 sind im Bistum Eichstätt dubiose Finanzgeschäfte mit Kirchengeldern getätigt worden, die einen Verlust von rund 60 Millionen US-Dollar zur Folge hatten. Im Zuge einer Transparenzoffensive in der Diözese, die Bischof Gregor Maria Hanke angestoßen hatte, seien 2019 die ungesicherten Darlehen ans Licht gekommen, teilte das Bistum Eichstätt mit. Externe Wirtschaftsprüfer hatten entdeckt, dass sie ein leitender Mitarbeiter des Bistums mithilfe von Projektentwicklern und einem Mittelsmann getätigt hatte. Inzwischen seien den Angaben nach rund 32 Millionen Dollar zurückgeflossen.