Regensburg (epd). Die "Regensburgische Botanische Gesellschaft von 1790", die als älteste noch bestehende botanische Gesellschaft der Welt gilt, ist als "gutes Praxisbeispiel" in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes Bayerns aufgenommen worden. Damit werde ihr jahrhundertelanges Engagement für die Erforschung, Bewahrung und Weitergabe botanischen Wissens gewürdigt, teilte die Universität Regensburg am Freitag mit. Zu den Mitgliedern der Gesellschaft zählten im Laufe ihrer Geschichte bedeutende Persönlichkeiten, wie Johann Wolfgang von Goethe oder Alexander von Humboldt.
Einen Beitrag zu dieser Erfolgsgeschichte leistete die Universitätsbibliothek Regensburg. Bereits im Jahr 1974 wurden die seit der Gründung der Gesellschaft aufgebauten wertvollen Buchbestände als Dauerleihgabe an die Bibliothek übergeben. Im Jahr 1984 folgte das Archiv der Gesellschaft.
Handgezeichnete Floren und Kräuterbücher
Über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg sei eine umfangreiche wissenschaftliche Sammlung entstanden, die über 26.000 Bände umfasst, hieß es. Die Universitätsbibliothek führe die Tauschbeziehungen der Gesellschaft fort, integriere Schenkungen und erweitere den Bestand durch Neuerwerbungen. Auf diese Weise wachse die Sammlung kontinuierlich weiter und bleibe zugleich wissenschaftlich aktuell. Zu den besonderen Raritäten zählen 4.500 wertvolle, teilweise seltene und kunstvoll gestaltete Werke, darunter reich illustrierte, handgezeichnete oder kolorierte alte Floren und Kräuterbücher.