München (epd). Strategien gegen Hate Speech im Netz will das "Bayerische Bündnis für Toleranz" bei einer Kooperationsveranstaltung im Juni mit dem Justizministerium und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) entwickeln. "Hass und Hetze, oft auch gekoppelt mit Fake News und Desinformation, haben sich im Netz und damit in unserem Alltag ausgebreitet", erklärte das Bündnis am Freitag in einer Pressemitteilung. Davon könnten unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft alle betroffen sein. Hate Speech sei aber "nicht nur ein Problem für die Betroffenen, sondern auch eine Gefahr für die ganze Gesellschaft, für unsere Demokratie und Freiheit".

Bei der Tagung am 27. Juni diskutieren im Münchner Justizpalast Expertinnen und Experten der Organisation "HateAid", der Meldestelle "Respect! Gegen Hetze im Netz" und des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis mit dem Hate-Speech-Beauftragten der Bayerischen Justiz und BLM-Präsident Thorsten Schmiege. Justizminister Georg Eisenreich (CSU) hält einen Impulsvortrag. Für das Bündnis für Toleranz spricht Geschäftsführer Philipp Hildmann. Die Veranstaltung ist Teil des aktuellen Schwerpunktthemas des Bayerischen Bündnisses für Toleranz mit dem Titel "Gemeinsam für Respekt und Toleranz im Netz". Die Landeszentrale für neue Medien und das Justizministerium sind Mitglieder des Bündnisses.

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