München (epd). Charlotte Knobloch ist für weitere vier Jahre als Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) München und Oberbayern gewählt. Die 93-Jährige sei bei der konstituierenden Sitzung des neuen Vorstands am Montagabend einstimmig und ohne Gegenkandidat im Amt bestätigt worden, heißt es auf der IKG-Homepage. Die Holocaust-Überlebende hat das Amt der Gemeindepräsidentin seit 1985 ununterbrochen inne.

Als Vizepräsidenten wurden der Unternehmer Yehoshua Chmiel und Michael Holland, Antisemitismusbeauftragter des Landkreises Dachau, gewählt. Chmiel ist bereits seit 2016 auf diesem Posten, Holland hingegen ist bei der Vorstandswahl vom 2. und 5. Juli erstmals in das Gremium eingezogen.

Vorstand vier Jahre im Amt

Der 15-köpfige Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde ist für vier Jahre im Amt. Er kümmert sich um alle weltlichen Belange der Gemeinde, von den Finanzen über Bauangelegenheiten und Kultur bis zu Sozialem und Betrieb der Kitas und Schulen.