München (epd). Ein generelles Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche hält der Fernsehmoderator Tobias Krell, bekannt als "Checker Tobi", für den falschen Weg. Die Debatte sei aber "richtig und wichtig", sagte Krell im Gespräch mit Bayern 2. Statt eines Verbots müsse darüber gesprochen werden, wie Smartphone- und Social-Media-Nutzung sinnvoll reglementiert werden könne – auch in der Schule. In seinem neuen Film "Schule ohne Smartphones – Das Experiment mit Tobi Krell" hat er gemeinsam mit rund 100 Jugendlichen drei Wochen lang auf Smartphones verzichtet.

Wichtig sei, dass man Kindern und Jugendlichen in dieser Debatte eine Stimme gebe, mit ihnen rede und ihnen zuhöre. Krell betonte, er habe das in seinem neuen Film versucht. Rund 100 Jugendliche haben dabei drei Wochen lang auf ihre Handys verzichtet, wie Krell selbst auch. In dem Moment, wenn es weggeschlossen wird, fühle sich das für junge Leute "teilweise an, glaube ich, als würde man einen Körperteil abnehmen", sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Dennoch habe sich schon nach der ersten Nacht ohne Handy gezeigt, dass die Jugendlichen besser schlafen. Nach drei Wochen ohne Handy bleibe für Krell und die Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 18 Jahren die Erkenntnis: "Allen ging es am Ende des Experiments nach eigener Aussage besser."