Nürnberg, München (epd). In Bayern regt sich massiver Widerstand gegen die von den Krankenkassen geplanten Kürzungen bei Honoraren für Psychotherapeuten. Vertreterinnen und Vertreter des Berufsstands rufen deswegen für Samstag (21. März) zu Demonstrationen in München und Nürnberg auf. "Alle, die schon mal versucht haben, eine Therapie zu bekommen, kennen die Verzweiflung: Es ist fast unmöglich, einen Platz zu finden", sagte Susanne Horn, Psychotherapeutin und Stadträtin der Linken in Nürnberg, laut einer Mitteilung vom Freitag. Die Linke Bayern unterstützt den Demonstrationsaufruf.
"Dass die Krankenkassen jetzt bei der am schlechtesten bezahlten Fachgruppe kürzen will, ist ein völlig falsches Signal", sagte Linke-Landessprecher Martin Bauhof. Es brauche dringend einen Ausbau der Angebote, Kürzungen würden die Situation nur verschlechtern. Die Demonstration in Nürnberg findet um 13 Uhr auf dem Lorenzer Platz vor dem Bayerischen Heimatministerium statt. In München ist ab 16 Uhr auf dem Gärtnerplatz zur Demo aufgerufen.
Um 4,5 Prozent sollen die Honorare für Psychotherapie ab dem 1. April gekürzt werden. Fachverbände warnen vor massiven Folgen für die Versorgung gesetzlich versicherter Menschen.