Regensburg, Köln (epd). Nach einem jahrzehntelangen Prozess ist in Regensburg die Ditib-Turkuaz-Moschee fertiggestellt und jetzt offiziell eingeweiht worden. Das neue Gotteshaus im Osten der Stadt trete mit diesem modernen Komplex und seiner Kapazität für tausend Muslime in eine neue Ära ein, teilte der Ditib-Bundesverband in Köln am Montag mit. Die Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde Ditib sei nicht nur ein Ort des Gebetes, sondern ein Zentrum für Bildung und Begegnung.

Die Verantwortlichen erinnerten daran, dass das Grundstück bereits 2017 erworben wurde, die Moschee jedoch zweimal Ziel rassistischer Angriffe gewesen sei. Trotz dieser Herausforderungen sei das Projekt erfolgreich abgeschlossen worden. Die Moschee, die bereits Anfang der 2020er-Jahre fertig gebaut war, sei mittlerweile ein fester Bestandteil des Stadtbildes. Auch ein Minarett gehört zum neuen Baukomplex. Regelmäßig empfange die Gemeinde Besuchergruppen, unter anderem aus Schulen.

Jugendzentrum sowie Bestattungsdienste geplant

Der Moscheeverband Ditib untersteht der türkischen Religionsbehörde. An der Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag nahmen laut Mitteilung unter anderem auch die Generalkonsulin der Türkei in Nürnberg, Fatma Taşan Cebeci, der DITIB-Generalsekretär Eyüp Kalyon, der Vorsitzende des DITIB-Landesverbands Nordbayern, Cemil Kimyacıoğlu, sowie die Bildungsbeauftragte der Stadt Regensburg, Sabine Kellner-Mayrhofer, teil.

Seit seinem Amtsantritt hätten 38 Menschen in der Moschee zum Islam gefunden, sagte der Religionsbeauftragte der Gemeinde, Ali Aydın. Der Vorsitzende der DITIB-Gemeinde, Mahir Koçak, erläuterte, dass neben der Moschee auch ein Jugendzentrum sowie Einrichtungen für Bestattungsdienste geplant seien. Generalkonsulin Fatma Taşan Cebeci hob die wichtige Rolle von Moscheen für Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor.