München (epd). Die Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) hat den Tod des iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei als Chance für die dortige Bevölkerung gewertet. Seit fast fünf Jahrzehnten unterdrücke die Islamische Republik Iran "ihr eigenes Volk und befeuert einen Terror, der der Zerstörung Israels und dem Mord an Juden weltweit gewidmet ist", sagte CER-Präsident Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt am Sonntag in München laut einer Mitteilung.

Ein "führender Antisemit", der Auslöschung gepredigt und Terror exportiert habe, habe nun "das Schicksal erlitten, das er selbst anderen zugedacht hatte", sagte Goldschmidt. Dies sei der Moment, "auf den das iranische Volk seit einem halben Jahrhundert gewartet hat". Die Menschen im Iran verdienten Besseres als eine mittelalterliche religiöse Tyrannei. "Sie verdienen Freiheit, Würde und eine Zukunft ohne Angst", erläuterte der CER-Präsident.

Kirchen warnen vor "Spirale der Gewalt" in Nahost

Die USA und Israel hatten am Samstag einen großangelegten Militärangriff aus der Luft und von der See aus auf Ziele im Iran begonnen. Iranischen Staatsmedien zufolge wurde dabei Revolutionsführer Ali Chamenei getötet. Der Iran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golf-Region und blockierte die für den Ölhandel zentrale Straße von Hormus, eine Meerenge am Persischen Golf.

Der Papst appellierte eindringlich an die beteiligten Parteien, ihrer moralischen Verantwortung nachzukommen und die Spirale der Gewalt zu stoppen, "bevor sie in einen unüberwindlichen Abgrund mündet". Auch der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) sprach von einer "gefährlichen Spirale der Gewalt", die Millionen von Zivilisten unmittelbar in Gefahr bringe.