München (epd). Rund 135.000 Stellen in Bayern sind derzeit nicht besetzt. Als zentrales Problem machte das bayerische Kabinett am Dienstag bei seiner Sitzung in München den Arbeits- und Fachkräftemangel aus. Dem soll nun mit einem Bündel an Maßnahmen begegnet werden: So sollen berufliche Aus- und Weiterbildungen gestärkt, bislang ungenutzte Arbeitskräftepotenziale aktiviert, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert und ausländische Berufsabschlüsse schneller anerkannt werden, heißt es in der Mitteilung.

Für die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen soll es künftig daher nur noch eine zuständige Stelle pro Beruf geben. Der bayerische Arbeitsmarkt ist laut Staatsregierung aber trotz des Fachkräftemangels und der anhaltend schwachen Konjunktur weiterhin robust. Knapp sechs Millionen Menschen gingen einer Beschäftigung nach - was "historisch hoch" sei. Die Arbeitslosenquote lag im Mai bei 4,6 Prozent, so niedrig wie in keinem anderen Bundesland.

Kommentare

Diskutiere jetzt mit und verfasse einen Kommentar.

Teile Deine Meinung mit anderen Mitgliedern aus der Sonntagsblatt-Community.

Anmelden