München (epd). Mehr Geld vom Bund für Unterbringung und Integration minderjähriger Flüchtlinge hat die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) gefordert. Die "sozialpolitische Aufgabe unserer Zeit" sei es, geflüchtete Kinder und Jugendliche "sicher und verantwortungsvoll in der Jugendhilfe unterzubringen und schnell zu integrieren", sagte Scharf laut einer Pressemitteilung vom Freitag. Die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen steige seit Wochen stark an. Die Kapazitäten in der Kinder- und Jugendhilfe seien jedoch erschöpft, erklärte die Ministerin.
Eine Pauschale des Bundes für die Inobhutname und Unterbringung durch die Jugendämter sei Ende 2022 gestrichen worden. Die beim vergangenen Flüchtlingsgipfel allgemein verkündete "Milliarde" sei jedoch zu unpräzise. Man brauche Fakten und eine bessere finanzielle Unterstützung des Bundes in der Kinder- und Jugendhilfe, sagte Scharf.