Regensburg (epd). Die Staatsanwaltschaft Regensburg führt im Zusammenhang mit der "Flugblatt-Affäre" des bayerischen Freie Wähler-Chefs Hubert Aiwanger ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der Verletzung von Dienstgeheimnissen und Verletzung von Privatgeheimnissen. Dies hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf epd-Anfrage bestätigt. Ob sich ein Beschuldigter "durch ein etwaiges unbefugtes Offenbaren von Dienst- beziehungsweise Privatgeheimnissen strafbar gemacht hat", werde grundsätzlich überprüft, teilte ein Sprecher mit.
Nach Medienberichten handelt es sich bei dem Beschuldigten um den ehemaligen Lehrer von Aiwanger, der Informationen zu dem Fall öffentlich gemacht hatte, über den die Süddeutsche Zeitung (SZ) zuerst berichtete. Seit Ende August steht Aiwanger wegen eines antisemitischen Flugblatts in der Kritik, das in seiner Schulzeit im Schuljahr 1987/88 am Burkhart-Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg in seiner Tasche gefunden wurde. Aiwangers Bruder hat sich dazu bekannt, das Flugblatt verfasst zu haben.