Regensburg (epd). Der evangelische Ruhestandspfarrer Gustav Rosenstein ist mit dem Friedenspreis des Dachverbandes der Sozialen Initiativen Regensburg ausgezeichnet worden. Als Gründer der 1991 aus der Taufe gehobenen örtlichen Gruppe Religions for Peace habe er 23 Jahre lang die monatlichen Treffen in christlichen, muslimischen, jüdischen und buddhistischen Gemeinden organisiert, sagte eine Sprecherin des Dachverbandes am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Rosenstein (Jahrgang 1941) ist der erste Preisträger des zu Ehren von Reinhard Kellner, dem 2025 verstorbenen Gründer der Sozialen Initiativen, gestifteten Preises.
Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) würdigte die Bedeutung des von Rosenstein getragenen interreligiösen Dialogs für die Stadt. "Durch Ihre Arbeit ist ein Netzwerk der Religionen in Regensburg entstanden", sagte sie. Rosenstein, der von 1987 bis 2006 Pfarrer der Dreieinigkeitskirche in Regensburg war, sei ein "Kenner der verschiedenen Religionsgemeinschaften wie kein anderer" und habe durch seine Kontakte und Besuche in den Religionsgemeinden "Vertrauen geschaffen".
Friedensgebete auf Stadtfest der Sozialen Initiativen
Rosenstein betonte in seiner Rede, dass er nach einem Aufenthalt als Studentenpfarrer in Tansania in Reinhard Kellner einen bedeutenden Unterstützer für die Friedensgebete gefunden habe, die jährlich auf dem Stadtfest der Sozialen Initiativen gesprochen wurden. Der Friedenspreis wird in Form einer Skulptur überreicht und soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden.