München, Dachau (epd). Zur Erinnerung an die 141 Münchner Sinti und Roma, die am 13. März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurden, laden Landeshauptstadt, Kirchen und KZ-Gedenkstätte Dachau zu Veranstaltungen ein. Bei der Gedenkfeier der Stadt München am Platz der Opfer des Nationalsozialismus am Freitag (13. März, 16 Uhr) lesen Beschäftigte des Bayerischen Landeskriminialamts und des Polizeipräsidiums München zusammen mit Schülern und Schülerinnen die Namen der Deportierten vor. Den Abschluss bildet ein ökumenisches Gebet mit dem evangelischen Stadtdekan Bernhard Liess, dem griechisch-orthodoxen Archimandrit Georgios Siomos und Diakon Ivica Viskovic von der katholischen Seelsorge für ethnische Minderheiten.

Ebenfalls am 13. März lädt das NS-Dokuzentrum um 19 Uhr zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern von Sinti- und Roma-Verbänden ein. Grußworte sprechen Direktorin Mirjam Zadoff und Erich Schneeberger vom bayerischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma. Am Samstag (14. März, 14 Uhr) bietet die KZ-Gedenkstätte Dachau als Beitrag zur Internationalen Woche gegen Rassismus einen Themenrundgang "Sinti und Roma im KZ Dachau" an.

Stadtführung und Vortrag

Am Spielzeugmuseum im Turm des Alten Rathauses startet am Sonntag (15. März, 15 Uhr) eine Stadtführung "Auf den Spuren von Sinti und Roma". Die Evangelische Stadtakademie hat am Montag (16. März, 19 Uhr) einen Vortrag mit dem Titel "Zwischen Trauma und Verantwortung" im Programm, der sich mit den Auswirkungen der Verfolgung von Sinti und Roma beschäftigt.