München (epd). Für einen Ausbau der Forschung zu Corona-Langzeitfolgen will sich die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) einsetzen. Betroffene von Long-Covid-Erkrankungen müssten "noch mehr Unterstützung erhalten", sagte Gerlach laut einer Pressemitteilung anlässlich des internationalen "Long Covid Awareness Days" am Sonntag (15. März). Viele Erkrankte mit einem schweren Verlauf seien in ihrem Alltag massiv eingeschränkt.
Als der Freistaat 2021 eine Post-Covid-Förderinitiative angestoßen habe, hätte es noch kaum Erkenntnisse über Ursachen, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten von Long- oder Post-Covid gegeben. Die Staatsregierung habe seither 14 Forschungsprojekte mit insgesamt zehn Millionen Euro unterstützt, sagte die Ministerin.
Neue Wege bei Diagnostik und Therapie
Dadurch habe man neue Wege beim Aufbau spezialisierter Ambulanzen, bei Diagnostik und Therapiekonzepten sowie bei der Versorgung von Kindern und Jugendlichen beschritten. Das letzte Projekt werde voraussichtlich Ende Dezember 2026 abgeschlossen. Ihr Ziel sei es, "dass die Forschung auch mit den zur Verfügung stehenden Mitteln des Bundes noch weiter vorangetrieben wird", erklärte Gerlach.