Nürnberg (epd). Mit einem großflächigen Transparent am Gewerkschaftshaus am Nürnberger Kornmarkt ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dazu auf, gegen die Reformpläne der Regierung auf die Straße zu gehen. Ziel der Aktion sei es, möglichst viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter für den Aktionstag am 26. September zu gewinnen, teilte der DGB Mittelfranken am Dienstag mit. An diesem Tag wollen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften bundesweit ein Zeichen für einen starken Sozialstaat, gute Arbeit und die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern setzen.

"Wer jeden Tag arbeitet und mit seiner Leistung den Wohlstand unseres Landes schafft, hat soziale Sicherheit verdient. Rente, Gesundheitsversorgung, Pflege und gute Arbeitsbedingungen sind keine Geschenke, sondern wurden von Generationen von Beschäftigten hart erarbeitet und erkämpft", erklärte Stephan Doll, Regionsgeschäftsführer des DGB Mittelfranken, laut Mitteilung. "Deshalb werden wir nicht akzeptieren, dass der Sozialstaat durch den Kürzungswahn zerstört wird."

Acht-Stunden-Tag soll bleiben

Unter dem Schlagwort "Reformen" würden derzeit Verschlechterungen bei sozialer Sicherheit, Gesundheitsversorgung, Pflege und Arbeitszeit diskutiert, heißt es weiter. Auch der Acht-Stunden-Tag und weitere Schutzrechte der Beschäftigten stünden unter Druck.

Der DGB fordert stattdessen Reformen, die den Sozialstaat stärken und die Menschen entlasten. Im Mittelpunkt müssten gute und sichere Arbeit stehen, der Erhalt des Acht-Stunden-Tages, eine Rente nach 45 Beitragsjahren, die zum Leben reicht, und eine gute Gesundheitsversorgung und Pflege.

Der Auftakt der Demonstration findet am 26. September um 11 Uhr in Nürnberg an der Kreuzung Fürther Straße und Plärrer statt. Von dort ziehen die Teilnehmenden zum Kornmarkt, wo um 12 Uhr die zentrale Kundgebung beginnt.