München (epd). Die Literaturwissenschaftlerin Gitte Zschoch ist zur neuen Generalsekretärin des Goethe-Instituts gewählt worden. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) habe die Wahl offiziell bestätigt, nachdem das Präsidium des Instituts sie in einer Sondersitzung ernannt habe, teilte das Goethe-Institut mit Sitz in München am Montag mit. Zschoch folgt auf Johannes Ebert, der seit 2012 Generalsekretär war und nun die Leitung des Goethe-Instituts in Athen übernehmen wird. Zschoch übernimmt das Amt der Generalsekretärin und den Vorstandsvorsitz des Goethe-Instituts am 18. Juli 2026.

"Mit Gitte Zschoch konnten wir eine ausgewiesene Expertin der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik gewinnen, die unser Institut gut kennt", sagte Gesche Joost, Präsidentin des Goethe-Instituts, laut Mitteilung. Ihre nationale und internationale Vernetzung in Kultur und Politik und ihre umfassende Erfahrung in der Leitung und Modernisierung einer Organisation zeichneten Zschoch aus.

Zschoch hat bereits seit 2009 für das Goethe-Institut gearbeitet

Sie freue sich auf die verantwortungsvolle Aufgabe, sagte Zschoch. Das Goethe-Institut schaffe durch sein Netzwerk in über 100 Ländern und durch seine Arbeit in Sprache und Kultur "Vertrauen und Verständnis zwischen Menschen über Ländergrenzen hinweg und wirkt aktiv mit an einem Deutschlandbild, das für Freiheit, Offenheit und Demokratie steht". Jetzt gehe es darum, das Institut und sein Netzwerk zu stärken und strategisch weiterzuentwickeln.

Zschoch ist seit 2021 Generalsekretärin des ifa - Institut für Auslandsbeziehungen, einem der zentralen Akteure der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Von 2018 bis 2021 leitete sie in Brüssel das Netzwerk der nationalen europäischen Kulturinstitute, EUNIC - European Union National Institutes for Culture, seit 2025 ist sie dessen ehrenamtliche Präsidentin. Ab 2009 war sie in verschiedenen Positionen für das Goethe-Institut tätig: in Seoul, Tokio, Johannesburg, in der Demokratischen Republik Kongo sowie in der Münchner Zentrale. Zschoch studierte Komparatistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und absolvierte ihr Master-Studium in Moderner Koreanischer Literatur in Seoul.