München, Berlin (epd). Das Goethe-Institut feiert seinen 75. Geburtstag. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 verbinde das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland Menschen über Grenzen hinweg, teilte das Institut am Mittwoch in einer Presseerklärung mit. Sein mit aktuell 154 Standorten in 100 Ländern "weltumspannendes Netzwerk" gewinne "in Zeiten sich verschärfender globaler Konflikte und Polarisierungen" an Bedeutung. Höhepunkt im Jubiläumsjahr mit dem Motto "Wir in der Welt" sei ein offizieller Festakt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 23. Juni im Haus der Berliner Festspiele.

Das Goethe-Institut, dessen Zentrale in München sitzt, sei von Anfang an "Teil eines lebendigen kulturellen Dialogs" gewesen, sagte Gesche Joost, Präsidentin des Goethe-Instituts, laut Mitteilung. Das Jubiläum sei Anlass, den Blick mutig nach vorn zu richten: "Wenn heute demokratische Institutionen zunehmend unter Druck geraten, ist und bleibt kulturelle Zusammenarbeit und der Austausch von Perspektiven ein zentrales Fundament einer offenen und demokratischen Gesellschaft", betonte Joost.

Goethes Diwan und Sasha Waltz

Das Jubiläumsprogramm starte am 29. April mit einem "globalen Schaufenster gelebter Nachhaltigkeit", das die "Internationale Bibliothek der Dinge" in Berlin mit 75 Gegenständen aus 62 Ländern präsentiere. Im Mai und Juni laden Literaturhäuser in Leipzig, Halle, Hamburg und Berlin unter der Überschrift "Goethes Diwan" zu Podiumsgesprächen mit den Autorinnen Nino Haratischwili und Judith Schalansky ein. Im Juli und im Herbst seien Stationen in München und Frankfurt vorgesehen.

Höhepunkte des Programms, an dem sich Partner der Goethe-Institute weltweit mit Konzerten, Filmreihen und Diskussionen beteiligten, sei ein Abend mit der Tanzchoreographin Sasha Waltz in Berlin, der als "einmalige Hommage" an das Goethe-Institut konzipiert sei, sowie eine "Internationale Deutsch Olympiade", die junge Menschen aus rund 60 Ländern in Mannheim zusammenbringe.