München, Köln (epd). Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) fordert zum bundesweiten "Tag der Diakonin" die Öffnung aller kirchlichen Dienste und Ämter für Frauen. Das Motto der zentralen Veranstaltung in der Münchner Abtei St. Bonifaz am Mittwoch (29. April) laute "Gott diskriminiert nicht", erklärte das Netzwerk Diakonat der Frau in einer Pressemitteilung vom Montag. "Frauen prägen die Kirche entscheidend mit", sagte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp. In der Ämterstruktur der katholischen Kirche bleibe dieses Engagement jedoch unsichtbar. "Das ist ein Unding - und war schon immer eines."
Die laufenden Prozesse "Synodaler Weg" und Weltsynode zeigten aber, dass Veränderung möglich sei, erklärte die ZdK-Präsidentin. "Warum nicht endlich auch bei der Gleichberechtigung der Geschlechter? Verrückt, dass das immer noch keine Selbstverständlichkeit ist", sagte Stetter-Karp.
Frauen gelten als "nicht weihefähig"
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1965 können verheiratete Männer ab 35 Jahren in der katholischen Kirche zum Diakon geweiht werden. Frauen sind von diesem Amt ausgeschlossen. Dadurch verletze und verliere die Kirche "viele Menschen, die für die Frohe Botschaft brennen", so die Pressemitteilung.
Für die Öffnung des niederen Weiheamts für Frauen plädiert der "Tag der Diakonin", der seit 1998 immer am 29. April, dem Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena, stattfindet. Veranstalter sind das Netzwerk Diakonat der Frau, der Katholische Deutsche Frauenbund, die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands und seit 2011 auch das Zentralkomitee der Katholiken.