Eichstätt, München (epd). Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ist neuer Vorsitzender des Stiftungsrats der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Die bayerischen katholischen Bischöfe und Weihbischöfe haben Seehofer vor Kurzem in dieses Amt gewählt, wie der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzender der Bischofskonferenz sagte: "Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihm an einer guten Zukunft der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt weiterzuarbeiten."
Seehofer sagte, er betrachte es als "große Ehre", diese Herausforderung annehmen zu dürfen. Seehofer folgt als Stiftungsratsvorsitzender auf Prälat Peter Beer, dem früheren Generalvikar des Erzbistums München und Freising, der inzwischen an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom tätig ist. Marx sagte, Seehofer sei "bestens geeignet", um die anstehenden Herausforderungen der KU im Zusammenwirken von Staat und Kirche zu gestalten. Seehofer bezeichnete die neue Aufgabe als "eine Krönung in meinem Leben".
Trägerin der Katholischen Universität ist eine Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts. Die Stiftung steht unter der Aufsicht der Freisinger Bischofskonferenz. Der Stiftungsrat unter Seehofers Vorsitz fungiert als Aufsichts- und Leitungsgremium, das beispielsweise die Amtsführung des Stiftungsvorstands kontrolliert und über den Haushalt der Stiftung entscheidet. Die Amtszeit der neun gewählten Stiftungsratsmitglieder beträgt vier Jahre, kraft Amtes gehört der Eichstätter Bischof dem Stiftungsrat an.