Straubing (epd). Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) in Niederbayern hat am Sonntag zum dritten Mal den Israel-Offman-Toleranz-Preis verliehen. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung habe heuer drei Preisträger gefunden, teilte die GCJZ in Straubing mit. Das Thema lautete: "Film drehen statt wegsehen!"

Den ersten Preis über 1.000 Euro erhielten Jamal-Stefanie Khalil, Doris und Philipp Gmeiner für ihren Beitrag "Bin ich anders?". In ihren Aufnahmen stellten sie "Andersartigkeit" wie Behinderung, Fremdsein und Alter in schwarz-weißen Bildern dar, während ein toleranter Umgang miteinander die Figuren in Farbe versetzte und zum Tanzen brachte.

Der zweite Preis über 500 Euro ging an Susanne Raab für ein originelles Video über den Zusammenhalt der Zutaten eines Schweizer Wurstsalats als Analogie für menschliche Gemeinschaft. Schließlich erhielt die Klasse 5 der Papst-Benedikt-Schule in Straubing den dritten Preis mit 250 Euro für die Animation einer rassistischen Alltagssituation mithilfe von Playmobilfiguren.

Insgesamt hatten sich 60 Personen mit einem Kurzfilm von maximal drei Minuten beworben, in dem sie ihre Gedanken über Toleranz und Respekt ausdrückten. Insgesamt wurden neun Filme eingesandt, die bei der Preisverleihung in Straubing der Öffentlichkeit vorgeführt wurden. Den Organisatoren zufolge bewarben sich Schulklassen, Gruppen und Einzelne.

Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Arbeiten. Die Teilnehmenden mussten auch einen kurzen Essay schreiben. "Alleine diese Beiträge zu lesen, macht Mut für eine offene und tolerante Gesellschaft", sagte Anatoli Zap von der Gesellschaft und Mitglied der Jury aus Fachleuten und Medienexperten. Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) und der Regierungspräsident von Niederbayern, Rainer Haslbeck, dankten den Teilnehmenden für ihr Engagement.