München (epd). Vor den Kommunalwahlen in Bayern 2026 am Sonntag (8. März) warnt der Bayerische Jugendring (BJR) vor einem Erstarken der AfD. "Über Jugend- und Kulturausschüsse haben gewählte Parteien erheblichen Einfluss auf die kommunale Jugendarbeit", sagte BJR-Präsident Philipp Seitz in einer Mitteilung vom Freitag. In ihrem Wahlprogramm greife die bayerische AfD Projekte und Strukturen der Jugendarbeit in Bayern an. Es sei höchste Zeit, zu erkennen, wie die AfD versucht, Jugendarbeit in Bayern zu behindern und zu verhindern. "Parlamentarische Möglichkeiten könnten genutzt werden, um diese Arbeit von innen auszuhöhlen."
Nach Angaben des BJR ist der Vorwurf immer dergleiche: die Unterstellung von "ideologischer Beeinflussung, Überwältigung oder gar Umerziehung" durch Jugendarbeit. Der 1947 entstandene BJR stelle sich dem mit seinen Grundsätzen "freiwillig, ehrenamtlich, selbstorganisiert und demokratisch" entschieden entgegen, so Seitz. Die Demokratiebildung unter jungen Menschen sei und bleibe ein wichtiger Auftrag des BJR mit seinen aktuell 103 Stadt-, Kreis- und Bezirksjugendringen, 35 landesweiten Jugendverbänden, 38 überregionalen Verbänden sowie 289 örtlichen Jugendgruppen im Freistaat.