Dachau (epd). Der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, hat die bayerische Kommunalpolitik aufgefordert, neu entstehende Straßen nach Frauen im Widerstand zu benennen. Sie seien Vorbilder für die nächsten Generationen, sagte Freller anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus" am Sonntag in der evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau. "Unser demokratisches Deutschland darf den Mut dieser tapferen Frauen gegen die braune Diktatur nie vergessen! Straßennamen helfen, sich auch in den kommenden Jahrzehnten mit ihren Leben und Handeln zu befassen", sagte der Stiftungsdirektor.

Noch bis zum 30. September ist die Ausstellung im Gesprächsraum der Versöhnungskirche zu sehen. Sie würdige mithilfe von 18 Porträts "viel zu lange vergessene widerständige Frauen", die sich mutig gegen das NS-Regime gestellt haben, heißt es im Programm der Versöhnungskirche. Die Ausstellung wurde im Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) konzipiert und kann ab sofort von Gemeinden, Schulen und öffentlichen Einrichtungen ausgeliehen werden.