München (epd). Für Christen ist es nach Auffassung der bayerischen katholischen Bischöfe "nicht akzeptabel", Parteien zu wählen, die nationalistische, rassistische oder antisemitische Meinungen verbreiten. Nach ihrer zweitägigen Herbstvollversammlung erklärte die "Freisinger Bischofskonferenz" am Donnerstag in einer Mitteilung, die Bischöfe seien nach den Landtagswahlen in Bayern im Oktober "erschrocken über ein Erstarken politischer Kräfte, die menschenverachtende Positionen vertreten".

Die Kirchenvertreter zählen in ihrer Erklärung die AfD (Alternative für Deutschland) zu den Parteien, "die die freiheitliche Grundordnung nutzen, um diese letztlich abzuschaffen". Mit einer solchen Gesinnung lasse sich auch keine Verantwortung in der Kirche übernehmen, heißt es weiter.

Die Bischöfe verweisen auf das "Kompetenzzentrum für Demokratie und Menschenwürde" an der Domberg-Akademie Freising und am Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg, dessen Ausbau sie im November 2019 beschlossen hatten. Es soll extremistischen, rassistischen und menschenverachtenden Tendenzen durch Bildungs-, Beratungs- und Vernetzungsarbeit begegnen.

In der Freisinger Bischofskonferenz sind die sieben bayerischen Erzdiözesen und Diözesen Bamberg, München und Freising, Augsburg, Eichstätt, Passau, Regensburg, und Würzburg sowie das Bistum Speyer vertreten.

Internet: https://www.erzbistum-muenchen.de/finanzen/ueberdioezesane-aufgaben

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