München, Bamberg (epd). Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Joachim Unterländer, hat den zurückgetretenen Bamberger Erzbischof, Ludwig Schick, gewürdigt. Er habe den Laien und ihrer Arbeit in Bayern "stets äußerst positiv gegenübergestanden", sagte er laut einer Mitteilung am Mittwoch. Er dankte Schick dafür, dass er den Räten und Verbänden "große Wertschätzung und Anerkennung entgegengebracht" habe.
Der langjährige Bamberger Erzbischofs sei im Zusammenhang mit dem Synodalen Weg ein "Mahner und Reformer" gewesen, so Unterländer. Schicks Vorschläge etwa zur Frauenweihe, zur Aufhebung des Pflichtzölibats oder zur Amtszeitbeschränkung für Bischöfe zeugten davon, dass er sich als Bischof Änderungen nicht verschlossen habe "und seine Kirche voranbringen und zukunftsfest machen will".
Papst Franziskus hatte am Dienstag der Bitte des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick entsprochen, ihn von seinem Amt zu entpflichten. Mit seinem Rücktritt wolle der 73-Jährige die bevorstehenden wichtigen Entscheidungen und Weichenstellungen im Erzbistum einem jüngeren Nachfolger überlassen, hieß es. Schick war ab 2002 Erzbischof von Bamberg. Von 2006 bis 2021 war er Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz.