Würzburg (epd). Noch bis zum 26. April werden Kandidatinnen oder Kandidaten für den Würzburger Friedenspreis 2026 gesucht. Seit 1995 wird der Preis jährlich an eine Gruppe oder eine Einzelperson aus der Region verliehen, die sich für Frieden und gewaltfreie Konfliktbearbeitung, für Völkerverständigung oder die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen eingesetzt hat, wie das Friedenspreis-Komitee am Freitag mitteilte. Bürgerinnen und Bürger aus Unterfranken sind dazu aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird heuer zum 32. Mal vergeben.
Die aktuellen Kriege auf der gesamten Welt zeigten, wie wichtig es sei, "den Gedanken des Friedens in die Öffentlichkeit zu tragen", teilte das Friedenspreis-Komitee weiter mit: "Iran, Sudan, Venezuela, Ukraine - egal, wohin man blickt, nehmen militärische Konflikte überhand." Dem wolle man sich klar entgegenstellen. Die mit dem Würzburger Friedenspreis ausgezeichnete Initiative oder Einzelperson soll als Beispiel dienen, wie sich Menschen in Unterfranken auf unterschiedliche Weise für Frieden, Gerechtigkeit, Völkerverständigung oder die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen engagieren.
Vom äthiopischen Journalisten bis zur Holocaust-Überlebenden
Bisherige Preisträger waren unter anderem der aus Äthiopien geflüchtete Journalist Addis Mulugeta, der katholische Hochschulpfarrer Burkhard Hose sowie die Holocaust-Überlebende Sintezza Rita Prigmore. Vergangenes Jahr ging die Auszeichnung an die Schulfamilie der "Klara-Oppenheimer-Schule". Das Komitee setzt sich aus rund 25 Gruppen der Zivilgesellschaft zusammen, einschließlich politischer Parteien.