Flossenbürg, Weiden (epd). Antisemitismus mal getarnt, mal ganz offen: Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg lädt am Mittwoch (9. Oktober) zu einem Vortrag mit der Aktivistin und Influencerin Rosa Jellinek nach Weiden ein. Sie ist das Gesicht der Plattform "Oy Vey!", auf der sie in kurzen Clips über Verschwörungsmythen aufklärt. Antisemitismus zu erkennen, "auch wenn er sich in gut aufgemachten Social-Media-Auftritten oder hinter Verschwörungsmythen versteckt", dazu solle der Abend beitragen, teilte die KZ-Gedenkstätte mit. Ab 18 Uhr stellt Jellinek im Jugendtreff "PlanB" das Projekt vor und diskutiert mit pädagogischen Fachkräften und Jugendlichen.

Ziel der Online-Plattform sei es, die Gegenrede zu verschwörungsideologischen Inhalten zu erleichtern. Da die meisten Verschwörungsmythen in ihrem Kern antisemitische Züge tragen, seien vor allem Jüdinnen und Juden sowie Institutionen und Einzelpersonen, die als jüdisch markiert werden, die häufigste Zielscheibe von Verschwörungsideologen, hieß es weiter.

Die Veranstaltung ist der Auftakt zum Fachtag "Was lässt sich mit Geschichte lernen: Antisemitismus- und Rassismuskritik vor dem Hintergrund der NS-Geschichte". Er findet am 10. Oktober an der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg statt.