München (epd). Der bayerische evangelische Landesbischof Christian Kopp hat in seiner Osterbotschaft dazu aufgerufen, das Leben zu feiern und der Hoffnungslosigkeit zu widersprechen. "Ostern feiert das Leben: Das Leben setzt sich durch", sagte Kopp laut einer Mitteilung am Montag in München. Christen protestierten gegen die Verzweiflung; Leben und Tod von Jesus Christus eröffneten neue Perspektiven für die ganze Welt.
"Der christliche Glaube ist nicht bloß Hoffnung auf bessere Zeiten, sondern gründet in einem radikalen Einschnitt: Christus ist auferstanden", sagte Kopp. Ostern widerspreche allen Erfahrungen, die das Leben begrenzen - Gewalt, Krieg und Tod hätten nicht das letzte Wort. Gott setze dem mit der Auferstehung Jesu ein klares Nein entgegen. Mit Ostern werde sichtbar: "Die Macht wechselt die Seite, das Leben setzt sich durch."
"Was ich mit meinen Augen sehe, ist nicht alles"
Die Osterbotschaft eröffne einen neuen Blick auf die Wirklichkeit, sagte Kopp: "Was ich mit meinen Augen sehe, ist nicht alles." Der Glaube vertraue darauf, dass Gott auch im Hier und Jetzt gegenwärtig sei. Die Auferstehung Jesu bedeute den Anfang einer neuen Welt, in der die Macht des Todes gebrochen sei. Aus dieser Zusage wachse eine Hoffnung, die das Leben verändere und über die Gegenwart hinausreiche.
"Mit Ostern lebt es sich anders - weniger endgültig, hoffnungsvoller und offener für Veränderung", sagte der Landesbischof. Er hält am Ostersonntag (5. April) die Osterpredigt um 10 Uhr in der Matthäuskirche München. Bereits an Karfreitag (3. April) predigt er ab 11 Uhr in der Nürnberger Lorenzkirche.