München (epd). Die Lebenshilfe Bayern sowie die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder rufen die Menschen zur Teilnahme an der Europawahl an diesem Sonntag (9. Juni) auf. Sie fordern von den Wählerinnen und Wählern ein klares Bekenntnis zur Demokratie und mehr Rücksicht auf Menschen mit Behinderung. Jede Stimme könne sich für eine inklusive Gesellschaft und selbstbestimmte Teilhabe aller Menschen einsetzen, sagte die bayerische Lebenshilfe-Vorsitzende Carolina Trautner (CSU) am Donnerstag.

Die Behindertenbeauftragten warnen vor zunehmendem Hass und Gewalt gegen Menschen mit Behinderung. Sie sehen darin eine Gefährdung demokratischer Grundwerte. In einer gemeinsamen Mitteilung fordern sie, bei der Europawahl sowie den kommenden Landtags- und Kommunalwahlen genau zu prüfen, welche Parteien sich für ein menschenwürdiges Gesellschaftsbild einsetzen.

Um Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, ihre Interessen bei der EU-Wahl einzubringen, hat die Lebenshilfe-Bundesvereinigung ein Heft in leichter Sprache entworfen. Darin beantworten sie Fragen wie "Wer wird eigentlich gewählt?" und "Was kann ich wählen?", heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Unter dem Motto "Teilhabe gestalten" setzt sich der Lebenshilfe Landesverband für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Bundesweit agiert er als Elternverband und Selbsthilfe-Vereinigung, sowie als Fachverband und Träger von Einrichtungen der Behindertenhilfe.

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